Blaue Runde Teil 2

Gesamtlänge: 6,5km – Meine Zeiteinschätzung: 1h 30 min. (Angaben für Teil 1 und  2 zusammen)

Weiter geht es mit der blauen Runde vorbei am Abzweig zur Hofwassermühle auf der kleinen Straße durch den Wald.

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Kurze Zeit später kommen wir an ein Ausflugsziel. Früher kam man zum Schwof hierher, heute zum Essen. Und zwar asiatisch. Viele Leute sind begeistert (meine Kollegin hat hier ihre Hochzeit gefeiert), wir waren mal zu fünft dort und keiner von uns hat etwas am Buffet gefunden, was ihm geschmeckt hätte. Okay, mittags gab es das Grillbuffet auch nicht. Soll sich jeder sein eigenes Bild machen.

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Kurz hinter diesem Lokal biege ich links ab aus dem Wald heraus. Dort beginnt schon ein Teil des Aqua Magica Geländes.


Geradeaus könnte man weitergehen, um die Runde abzukürzen, in Höhe des Minigolfplatzes ginge es dann weiter mit der blauen Runde.


Aqua Magica ist der Name der Landesgartenschau 2000, die hier in Bad Oeynhausen und der Nachbarstadt Löhne stattfand. Wir sehen also die ersten Ausläufer der Aqua Magica und das im wahrsten Sinne des Wortes.

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Aus diesen Schirmen lief 14 Jahre lang Wasser – ein Spaß für Kind, Hund und alle anderen bei heißem Wetter. Bis 2015 bei einem Unwetter der Pumpenraum überschwemmt wurde und die Technik in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine Reparatur ist aufwändig und teuer und wie viele Kommunen sind auch Bad Oeynhausen und Löhne pleite. Man sucht Sponsoren. Ob wir uns in diesem Jahr wohl wieder dort vergnügen können?

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Dafür haben wir aber ein Stück weiter eine andere Attraktion. Zumindest für manche. Einen Klettergarten. Mangels Kraft und Übergewicht leider nichts für mich, aber Bock hätte ich da schon mal drauf, da oben herumzuturnen. Der Kletterpark kostet im Gegensatz zu den Sonnen-/Regenschirmen selbstverständlich Eintritt.

Direkt dort hinter dem Klettergarten beginnt ein Teil des eigentlichen Aqua Magica Geländes. Dort war ich schon ein paar Jahre nicht mehr, denn er kostet Eintritt und außerdem liegt der Teil nicht auf meiner Walkingstrecke. Keinen Eintritt zahlt man am frühen Vormittag bzw, ab ca. 19 Uhr. Aber für die 2 € bekommt man auch etwas geboten, nämlich einen Wasserkrater. Vielleicht so etwas wie eine unterirdische Fontäne oder Geysir. Ich habe das Ganze auch schon illuminiert und mit „sphärischer“ Musik gesehen. Hat schon was…


Übrigens gibt es hier einige Parkplätze, so dass ein Start der Runde auch hier möglich wäre. Es wäre sogar denkbar, hier nur den Teil über das Aqua Magica Gelände zu gehen.


Heute betrete ich also diesen Teil des Aqua Magica Geländes nicht, sondern gehe weiter auf meiner Walkingrunde.

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Dieser Teil des Parks ist kostenlos. Hier trifft man Gassigeher, Familien, Kindergartengruppen, Jogger, Picknicker, Wolkenschieber… Wolkenschieber? Was ist das? Wolkenschieber waren in Hochzeiten des Kurbades die Leute, die mit Kurgästen spazieren gegangen sind, die die Rollstühle nach draußen schoben unter die Wolken. Und wegen der Nähe der Kurkliniken trifft man hier einige Kurgäste (heute wohl eher Reha-Patienten) beim Spaziergang mit Familie oder allein oder in Gruppen.

Es gibt hier ein paar Spielplätze, teilweise mit Wasserspielen. Man pumpt fleißig an einer Handpumpe und das Wasser nimmt sich seine Bahn bis es letztlich wieder im Boden versickert. Welches Kind will hier nicht pumpen und anschließend barfuß das erarbeitete Wasser sich über die Füße laufen lassen? Ich hoffe, ihr haltet noch durch und widersteht der Verlockung hier eure Füße zu kühlen?

Also den Antritt verschärft und den Weg über diese kleine Brücke genommen.

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Am Ende biegen wir nach rechts ab (die Hecken werden hier teilweise nicht oder nur selten geschnitten) und wir treffen auf die „Allee des Weltklimas“, auf die wir links einbiegen.

Weiter geht es über mehr oder weniger gepflegtes Gelände. Wie gesagt, die Kosten sind recht hoch, um den Park zu erhalten und die beiden Städte können nur das nötigste machen lassen. Aber aufgeben will man den Park nicht, weil er sich als Naherholungsgebiet etabliert hat. An manchen Stellen sieht es halt etwas wilder aus als noch vor 16 Jahren. Das hat aber, wie ich finde, auch seinen Charme.

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Am Ende der Allee des Weltklimas hat man diesen recht unspektakulären Ausblick:

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Noch mal ein Blick zurück auf die Allee des Weltklimas, wo gerne Boule gespielt wird oder auch diverse Veranstaltungen stattfinden (Bier Boulevard, Pfingstmarkt,…) An diesem Tag bereitete man sich schon auf die am Wochenende stattfindenden „Poetischen Quellen“ vor.

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Auf der linken Seite führt ein Weg hinab, der sich gabelt. Geradeaus könnte man mal wieder abkürzen, geht man die Biegung, kommt man noch einmal an einer kleinen Spielgelegenheit vorbei. Direkt dahinter gibt es eine Abzweigung nach rechts, die wir einschlagen. Es sind ein paar Stufen nach unten zu überwinden.


An dieser Stelle habe ich damals das erste Mal Treppenlaufen mit Stöcken geübt. Meine Methode: Beim Hinuntergehen Stöcke hoch, bei Hinaufgehen auf jede zweite oder dritte Stufe die Stöcke aufsetzen


 

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Vorsicht! Tieffliegende Mountainbikes! Eine Zeitlang war hier wohl eine beliebte Mountainbikestrecke für Kids und wohl auch schon etwas Größere. Eines Tages flog halt so jemand quer über diesen Weg. Ich habe mich ganz schön erschreckt, aber der Junge wohl auch. Da das natürlich illegal war, wurde das wieder aufgegeben und die Piste ist schon etwas zugewachsen.

Und was wäre eine Aqua Magica ohne Wasser? Es gab damals so einige Spielereien, nicht nur den Wasserkrater und den erwähnten Spielplatz. Es gibt auch ein Biotop.

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Eigentlich ein schönes Plätzchen, aber hier war abgesperrt und ich konnte gerade soeben durch den Zaun fotografieren. Mangels Grillplätzen auf dem Gelände hatten sich wohl ein paar Idioten diese Stelle zum BBQ ausgesucht und gleich den Holzboden mit abgefackelt.

Also keine Fotosession hier und ein paar Meter weitergegangen. Dies hier ist ein Freilichtkino, Seltsamerweise habe ich es noch nie genutzt. Vermutlich weil nicht „meine“ Filme liefen und wenn, dann musste ich arbeiten

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Am Ende des Weges biegen wir links ab und wir steigen hinauf und treffen wieder auf die Allee des Weltklimas.

Hier gibt es ein Cafe, um ein Päuschen einzulegen. Meine Pause bestand aus einem großen Schluck aus der Wasserflasche. Hier gibt es einen Klanggarten, ein Spiegelkabinett und eine Hängebrücke, die auf einen weiteren Spielplatz führt.

Ich ging weiter, überquerte die Straße und kam an den Kliniken vorbei, deren Bilder ich euch erspare. Architektonisch eine echte Katastrophe der 70er oder so. Wir kommen zurück ins Siekertal.

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Im Mai waren hier gerade die Entenküken unterwegs und auch der Graureiher reiherte hier. Äh, nee, der fischte im Trüben, äh… Naja, egal. Außerdem war hier eine Kanadagans, die heute natürlich auch nicht da ist. Die hatte sich wohl irgendwie verflogen. Damals hatte ich leider keine Kamera dabei. Auch hier war alles sehr zugewachsen.

Also ging ich einmal herum. Zur Gartenschau und auch noch ein paar Jahre danach gab es hier eine Wasserorgel. Man hatte am Ufer ein Board mit ein paar Tasten und jede steuerte ein Fontaine. Das war nicht nur für Kinder ein Spaß! Aber ihr wisst ja, es wurde nicht richtig gepflegt und ging kaputt und wurde letztlich abgebaut. Trotzdem sieht das hier noch immer ein wenig aus wie ein magisches Wasser oder zumindest ein wenig verzaubert.

 

Nun geht es wieder hinauf. Nur ein paar Stufen und dann biegen wir rechts ab. Was man hier sieht, sind Verwerfungslinien und nicht etwa Wegbegrenzungen. Auch auf dem Aqua Magica Gelände sieht man sie häufiger. Wir gehen an ihnen vorbei, queren die Straße (Im Siekertal) und gehen mit leichtem Anstieg weiter.

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Dieser Weg führt uns direkt zum Museumshof. Hier gibt es mal einen Bauernmarkt oder Kräuterspaziergänge, Märchenstunden, Handarbeitsvorführungen,… Heute ist dort geschlossen und ich kann nur draußen Bilder machen.Hier endet meine Runde mit euch, denn die Hofwassermühle ist nur weniger Meter (vielleicht 100) entfernt.

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Fazit:

Die blaue Runde liegt perfekt in der Nähe meines Zuhauses, so dass ich keinerlei Anfahrt habe. Sie ist sehr flexibel gestaltbar, je nachdem wieviel Zeit mir an diesem Tag zur Verfügung steht und wie ich mich fühle. Es gibt genug Tage, an denen ich mich einfach zu schlapp fühle, die große Tour oder auch nur ein Stück steiler bergauf zu laufen. Dann mache ich eine kleine Runde davon ohne nennenswerte Steigung (Hofwassermühle, „Im Siekertal“ und wieder hoch zum Museumshof zum Beispiel). Ist mehr Zeit, gehe ich noch das Aqua Magica Gelände dazu. Oder ich laufe nur bis zu den Schwedensteinen und nicht den ganzen Berg zum  „Sonnenschein“ hinauf oder oder oder… Und was gut ist: Sie ist wirklich hervorragend ausgeschildert. Probiert es doch auch mal und vielleicht sieht man sich…

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