Gelbe Runde

Länge: etwa 4km – Rundweg – Meine Zeit: 45min.

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Nachdem ich euch ja schon mal die „blaue Runde“ in Bad Oeynhausen vorgestellt habe, ist heute die „gelbe Runde“ dran. Sie führt durch den Kurpark und die Oeynhausener Schweiz. Also habe ich mich wieder auf den Weg gemacht.  Die Idee, das an einem sonnigen Sonntag im Spätsommer zu machen, war nicht so gut, denn das Wetter war super und andere nutzten das natürlich auch für einen Spaziergang. An einem Dienstag Mittag Anfang März dagegen hat man die Wege beinahe für sich, allerdings sind dann die schönen Brunnen nicht in Betrieb.

Die Bilder stammen übrigens von verschiedenen Tagen, sogar Monaten. Der Kurpark ist aber zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und von daher habe ich die Bilder einfach gemischt, so dass eben auch verschiedene Eindrücke vom Park entstehen.

Wir treffen uns am Jordansprudel und dem „Zubringer“ von der blauen zur gelben Route. Der Jordansprudel ist die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt und sowohl die Bali Therme als auch die Klinik Porta Westfalica (die hier in Oeynhausen ist!) nutzen das Wasser für ihre Schwimm- und Therapiebecken. Für mich war es beim ersten Mal schon ziemlich ungewohnt in salzigem pipiwarmen Wasser zu schwimmen, ohne Meerzugang.

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Der Wegweiser leitet uns in den Kurpark. An der ersten Gabelung halte ich mich rechts und gelange so vor das Kurhaus, wo ich aber sofort links abbiege. Je nach Jahreszeit ist hier mehr oder weniger los. Scheint die Sonne, so ist auch wochentags am Nachmittag einiges los – selbst bei recht frischen Temperaturen.

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Im Winter sind die Brunnen nicht in Betrieb und man sieht hier die Verschalung. Im Hintergrund ist das Kaierpalais zu sehen. Das Gebäude wurde als Hauptquartier der Briten nach dem 2. Weltkrieg benutzt, später war das Spielcasino dort untergebracht. Noch später zog das GOP dort ein, ein Varieté. Der Besuch lohnt sich, das Programm wechselt alle paar Wochen.

Überhaupt gibt es im Kurpark verschiedene Veranstaltungen, wie eine Weinmesse oder die Parklichter. Oder Theater. Sicher ließe sich da irgendwo ein Veranstaltungskalender auftreiben. Bei schönem Wetter ist der Kurpark aber selbst Programm, viele Leute spazieren, pausieren, spielen Ball oder Frisbee, üben Akrobatik, machen Hochzeitsfotos,…

Hier noch mal ein Bild des Brunnens im Betrieb

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Am Brunnen geht es entlang und wir treffen auf die gelbe Runde. Ich halte mich rechts und und hier an dieser Stelle geht es quasi im Zickzack weiter

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und werde an einem kleinen Teich vorbei geführt

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um anschließend am Adiamo, einer Diskothek, herauszukommen.

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Dort geht es links weiter und die Schilder führen mich nun schon hinaus aus dem Kurpark, hinter dem Parkplatz links in den Ostkorso, danach rechts in die Richard-Wagner-Straße und dann hinüber in die Oeynhausener Schweiz, wo man nicht nur Therapiestunden erhält sondern wo es auch eine Waldschule gibt.

Immer wieder finden sich Tafeln, auf denen das Leben in/an Bachläufen, auf Streuobstwiesen oder im Totholz zum Beispiel erklärt wird. Nicht uninteressant für den geneigten Spaziergänger oder Rehapatienten, denn die Klinik Porta Westfalica grenzt direkt an dieses Gebiet. Die Anlagen zur Therapie sind ein wenig verwildert und ich weiß nicht, ob hier wirklich noch jemand übt.


Patienten der Klinik Porta Westfalica fangen natürlich hier in der Oeynhausener Schweiz ihre Runde an und lassen den Jordansprudel auf der Runde weg. Dadurch verkürzt sich die Strecke um etwa einen halben Kilometer und man kann sich überlegen, ob man hier in der Schweiz noch eine Zusatzrunde läuft. Denn Walking unter einer halben Stunde bringt zwar etwas für den Bewegungsapperat, aber (fast) nichts für die Fettverbrennung


Im Herbst kommen dann die Kinder, die Säcke voller Kastanien und Eicheln als Futter für diese netten Bewohner bringen, um sie gegen Schoki für sich einzutauschen

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Ich umrunde sozusagen das Damwildgehege und werde auf demselben Weg wie ich hierher gekommen bin wieder in den Kurpark zurück geleitet. Dieses Mal geht es am Adiamo vorbei direkt geradeaus durch den Kurpark, immer dem Weg folgend.

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Hier geht es rechts weiter, kaum merklich bergab.

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Unten am Weg angelangt steht man vor dem Badehaus 1 und biegt dort nach links ab und kommt quasi zwischen dem „Theater im Park“ und der Wandelhalle entlang.

Man kommt dann vor dem  Badehaus 2 heraus und biegt links ab um ein Stückchen weiter wieder nach links abzubiegen (der Weg mit diesem Kustwerk ist der richtige)

Dann geht es wieder rechts zum Kurhaus hinauf und rechts davon zurück zum Jordansprudel.

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Sofern der Jordansprudel im Betrieb ist, könnt ihr ihn mit vollem Ausschlag zu jeder vollen Stunde bewundern, aber auch sonst ist er recht schön. Bei starken Böen wird er nicht „voll aufgedreht“. Achtet beim Vorbeigehen auf die Windrichtung! An einem heißen Sommertag mag ja die Gischt mal ganz erfrischend sein, bei kühlerem Wetter vermutlich eher nicht so sehr…


Fazit:

Die gelbe Runde ist eine nette Tour ohne große Herausforderungen. Ja, es geht leicht bergauf und -ab, aber ein geübter Läufer hakt sie schnell ab. Für Anfänger oder Walker aus den flacheren Regionen ist sie aber gut. Nicht zu lang und im Laufe des Jahres auch abwechslungsreich durch die unterschiedliche Bepflanzung des Kurparks. Einen Nachteil hat die Runde aber: Man sollte genau darüber informiert sein, wann dort Veranstaltungen stattfinden, denn sonst kommt man gar nicht erst rein oder durch. Außerdem ist es bei schönem Wetter schon manchmal ein Hindernislauf, da viele Leute in kleinen und großen Grüppchen unterwegs sind, natürlich auch viele mit Rollstühlen oder Rollatoren, so dass man manchmal sein Tempo nicht walken kann. Aber der Kurpark ist für jeden da und es ist schön zu sehen, dass er auch genutzt wird!

 

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