Geocaching

Geocaching? Davon habe ich schon einmal gehört. Was ist das? Die meisten von euch erinnern sich sicher an ihre Kindheit und da gab es ein Spiel namens Schnitzeljagd (Wieso jagt man Schnitzel? Als Vegetarierin esse ich die eh nicht! 😉 ) Bei dieser Schnitzeljagd gab es zwei Gruppen. Die erste hatte einen kleinen Vorsprung und kennzeichnete ihren Weg mit Pfeilen. Auf Asphalt zum Beispiel mit Kreide, auf sandigen oder Schotterwegen wurden die Markierungen mit einem Stock, den Füßen oder den Fingern in den Weg geritzt oder es wurden Zweige pfeilförmig ausgelegt. Ziel der zweiten Gruppe war es nun, die erste Gruppe zu finden. So ähnlich funktioniert Geocachen, nur dass die Pfeile durch elektronische Hilfsmittel (GPS-Gerät oder Smartphone mit entsprechender App) ersetzt werden und man am Ende keine johlende Kindergruppe sondern einen sogenannten Cache findet. Kinderkram?

Ich finde nicht. Zum einen sollte man sich immer ein Stück Kindsein bewahren und zum anderen ist Cachen (so nennt man diese neue Schnitzeljagd) nicht nur ein Spiel, sondern sorgt auch für Bewegung an frischer Luft und fördert die Kreativität. Cachen kann einen an Orte führen, die man sonst nie entdeckt hätte oder man sieht plötzlich interessante Dinge, an denen man vorher achtlos vorbei gegangen wäre. Und manchmal lernt man auch etwas dabei.

Was braucht man für das Geocachen?

Nicht besonders viel. Die meisten von euch besitzen sowieso ein Smartphone und dafür gibt es entsprechende Apps. Aber damit kenne ich mich nicht aus, denn ich besitze kein Smartphone (Ja, ich habe so ein Ding, mit dem man eigentlich nur telefonieren kann…). Dafür besitze ich ein GPS-Gerät.

Dann braucht man einen Internetzugang, denn irgendwoher müssen ja Smartphone oder das GPS-Gerät wissen, wo ein Cache versteckt ist. Und dafür gibt es zahlreiche Webseiten, die einem das verraten. Manche von ihnen sind zum Teil kostenpflichtig andere sind gänzlich kostenlos. Schaut euch da mal im Web um, was euch am meisten zusagt. Ich habe mich dazu entschieden, erst mal nichts weiter für mein neues Hobby zahlen zu wollen. Von diesen Websites bekommt ihr die Koordinaten des / der versteckten Geocaches. Wie genau das geht, ist unterschiedlich und wie das mit den Apps geht weiß ich überhaupt nicht, sorry.

Hat man also die Daten auf seinem Gerät, braucht man eigentlich nur noch dem Wetter angepasste Kleidung, vielleicht ein kleines Picknick oder Snack und Getränke im Rucksack und dann kann es schon losgehen. Ach ja, ein Kugelschreiber ist noch sinnvoll, vielleicht auch ein Stück Papier.

Wie findet man einen Cache?

Blöd gesagt: Durch Suchen! Dein GPS-Gerät kennt ja die Koordinaten des Cache und du siehst auf der Karte, wohin du gehen musst. Hast du diesen Ort erreicht, gibt zumindest mein Gerät ein Piepzeichen. Ja und dann heißt es suchen! Sie können an allen möglichen Orten versteckt sein. Zum Beispiel in Mauerritzen, unter Steinhaufen, in Astlöchern – keine Ahnung. Da es auch unterschiedliche Größen gibt, ist der Kreativität da keine Grenze gesetzt. Zum Teil gibt es auf der Webseite Hinweise auf den Cache. Manchmal befindet sich der Cache auch nicht genau an der Stelle, die dein Gerät anzeigt, denn es können Messfehler deines Gerätes oder des des Owners (derjenige, der den Cache versteckt hat und pflegt) vorliegen. Also auch im Umkreis von einigen Metern schauen! Wichtig dabei ist, dass euch sogenannte Muggel nicht dabei beobachten. Das sind Leute, die nicht cachen und sich daher vielleicht sehr über euer Verhalten wundern (und womöglich die Männer mit den weißen Westen oder zumindest die Polizei rufen) und vielleicht am Ende den Cache selber heben und zerstören oder an anderen Orten verstecken.

Wenn ihr den Cache „gehoben“ habt, findet sich darin in der Regel ein Logbuch, in das man sich einträgt. Danach wird der Cache sorgfältig wieder so versteckt, wie ihr ihn gefunden habt. Das war´s auch schon! Dann gegebenenfalls noch online loggen.

Ihr könnt euch regelrechte Cache-Touren zusammenstellen, auf denen ihr mehrere Caches hebt. Das ist dann mal eine nette Abwechslung zum Walken und manch ein Kind lässt sich so auch mal von der Couch locken. Oder als Spaß mit Freunden.

Es gibt viele Varianten von Caches. So muss man manchmal ein Rätsel knacken, um an die Korrdinaten zu kommen oder sogenannte Earthcaches, wo ihr etwas über spezielle geologische Gegegebenheiten der Gegend/des Ortes erfahrt. Oder auch Multis, die einen vielleicht quer durch den Ort jagen, indem man zur Lösung verschiedene Stationen abklappern muss.

Das ist jetzt mein neues Hobby und ich bin noch mehr an der frischen Luft als zuvor. suoer Sache!

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