Schottland 2009 (Teil 3)

Im dritten und letzten Teil geht es nun in die Speyside. Dort gibt es unzählige Destillerien, landschaftlich ebenfalls sehr schön, aber nach dem Nordwesten konnte die Gegend mein Herz nicht mehr so recht berühren. Vielleicht hatte auch eine gewisse Sättigung eingesetzt.

Auch hier werden es mehrere Seiten sein.

Dienstag, 9. Juni 2009: Fahrtag mit Wasserfall

Der letzte Morgen hier in Ardmair brach an. Wir frühstückten wie üblich und packten unsere Sachen zusammen. Ich ging zum Spülen und neben mir wusch ein älterer Mann sein Geschirr ab. Natürlich kamen wir ins Gespräch und ich erzählte, dass wir nun zum River Spey fahren würden  – in die Scotch-Region. Danach gefragt, ob ich denn schon ein paar Scotchs probiert habe, erzählte ich von unserer Methode, jeden Tag eine neue Sorte auszuprobieren, um dann die noch fast vollen Flaschen als Andenken mit nach Hause zu nehmen. Die Idee fand er total klasse und fragte, ob ich denn schon den Dalmore probiert hätte. Nein, bis jetzt noch nicht. Das sei seine Lieblingssorte, den könne er sehr empfehlen. Die Destillerie wäre übrigens in der Nähe von Inverness. Dann kam noch seine Frau hinzu und als sie hörte, dass unser nächstes Ziel Grantown on Spey sei, freute sie sich, denn das sein ja ein total hübsches Städtchen. Eine Cousine, Schwester, Tante, Freundin oder was weiß ich hätte dort mal gewohnt und sie wären dort oft zu Besuch gewesen. Da hätte ich mir was ganz Tolles ausgesucht. Na gut, wir werden sehen. Ich war jedenfalls traurig, dass wir hier oben nicht mehr Zeit hatten…

Ich weiß nicht, ob es an diesem Tag war, aber wir beobachteten einen Camper, der seinen Wohnwagen ferngesteuert von der Site fuhr, um ihn an seinen Range Rover (den fahren fast alle Camper, nur nicht unsere Platznachbarinnen, die hatten einen Jaguar!) anzukoppeln. Also so etwas hatte ich ja noch nie gesehen! Von wegen alle netten Nachbarn helfen beim Schieben – hier durften alle Nachbarn zuschauen, was er denn da für ein tolles Spielzeug hat. Okay, ist ja auch toll…

Wie auch immer, wir packten unsere sieben Sachen und checkten aus. Es ging wieder Richtung Süden, aber dieses Mal Richtung Osten. Unterwegs hielten wir an einem Imbiss, um jeder einen Burger zu essen. Die nette Frau am Grill hatte natürlich nichts Besseres zu tun, als uns ihre Lebensgeschichte und die ihrer (erwachsenen) Kinder zu erzählen, die ja nun doch nicht das machten, was sie sich vorgestellt hätte. Wir waren echt froh, als ein weiteres Auto auf den Parkplatz für und wir uns an den Picknicktisch verkrümeln konnten, weil der neue Kunde erst mal ausgefragt und zugetextet wurde. Small Talk hat halt seine Vor- und Nachteile…

Wir waren pappensatt und fuhren weiter. Kurze Zeit später ein Parkplatz mit dem Hinweis auf die Rogie Falls. Wir konnten echt einen kleinen Spaziergang vertragen und gingen los. Der Weg führte durch einen Wald und im Prinzip liefen wir immer einem Hundebesitzer hinterher bis wir zu dem Fluss kamen.

Ob dass schon alles war, weiß ich nicht. Der Hundebesitzer meinte jedenfalls, dass man hier nicht wirklich weiter käme. Er kehrte um und wir taten das auch bald.

Die Wege waren zwar gut ausgebaut, aber an manchen Stellen war es etwas glitschig. Vorallem auf den Holplanken und man musste doch sehr aufpassen.

Wieder am Parkplatz angekommen trafen wir wieder einen Schotten mit Kilt. Wir durften auch ihn fotografieren und kamen natürlich wieder ins Gespräch. Er würde auf seine Reisegruppe warten, da er zur Zeit nicht richtig laufen könne. Er habe sich letzte Woche in Italien das Knie verdreht. So ein Pech. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen ein Foto von mir und sich machen zu lassen. Echt netter Typ!

Was dann noch passierte, weiß ich nicht mehr wirklich. Wir kamen auf dem Campingplatz in Grantown an, der sehr schön war. Bestens ausgestattet und sehr gepflegt und sauber. Auch waren wieder alle sehr freundlich. Nur gab es im Shop keine Lebensmittel sondern nur Campingbedarf. Der nächste Coop lag so nah, dass es sich nicht lohnte und wir bekamen Rabattgutscheine für unsere Einkäufe dort. Die haben wir natürlich auch genutzt, denn es musste ja auch der nächste Scotch her.

Wir haben uns dann etwas gekocht, haben gespielt und dann DVD geschaut. Das Wetter war irgendwie nicht zum draußen Sitzen geeignet. Recht feucht und leicht regnerisch.

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