Schottland 2009 (Teil 3)

Donnerstag, 12. Juni 2009: Heimreise

Nun war er da: Der Tag der Heimreise. Ich war sehr traurig, da es hier wirklich sehr schön war und ich gerne noch mehr gesehen hätte. Aber jeder Urlaub geht ja nun mal vorbei und wir packten unsere Sachen. Das Zelt war noch sehr feucht von außen und wir zerrten es in die Sonne. Langsam trocknete es. Den Rest rieben/tupften wir trocken. Dann ging es los.

Wir hatten den letzten Zug am Abend gebucht und den wollten wir natürlich auch erreichen. Wir tankten, Heiko bekam noch einen heißen Kaffee an der Tanke und los ging´s. Ein paar mal machten wir Rast, um Heiko mit Kaffee zu vesorgen und auch um mal was zu essen.


Irgendwo unterwegs

Nichts besonderes also, außer dass die bei McD irgendwo in England extrem doof und dazu noch unfreundlich waren. Die hatte sich schlicht vertippt und wir mussten zuviel bezahlen. Als wir das reklamierten, sagte sie, sie könne das nicht rückgängig machen. Wie bitte??? Nach langer Diskussion bekamen wir eine Cola in die Hand gedrückt, damit seien wir nun quitt. Ja schon, aber wir wollten eigentlich nur das, was wir auch bestellt hatten und nicht noch ein Getränk zusätzlich und das auch gegen Bezahlung! Nee, auf weitere Diskussionen hatten wir keinen Bock, da das Mädel einfach nicht verstehen wollte, dass sie den Fehler gemacht hatte und wir keinesfalls gezwungen wären den auszubaden. Aber die Erschöpfung war bei uns so groß, dass wir aufgaben. Blöd eigentlich…

Staumäßig graute es mir vor Birmingham, da war auf dem Hinweg einiges los gewesen. Auf der Straßenkarte konnte ich aber erkennen, dass es eine mautpflichtige Umgehung gibt. Sch… drauf, die paar Pfund haben wir auch übrig – hauptsache wir kommen rechtzeitig zum Zug. Und der Raum London stand uns ja auch noch bevor. Und wir hatten bis hierhin schon einige Male in Staus gesteckt. Also erst mal die Umgehung um Birmingham gefahren. Klasse, da war echt nichts los und wir kamen super voran. Wenn es doch so eine Möglichkeit auch für London gäbe…

Als wir London dann erreichten gab es zahlreiche Möglichkeiten für uns weiter zu kommen. Wir wählten dieses Mal einen anderen Weg als auf dem Hinweg. Und siehe da: Stau. Letztendlich kamen wir aber doch recht gut durch, so dass wir zu früh am Terminal des Eurotunnels ankamen. Was aber kein Problem war, denn wir durften schon einen Zug früher nehmen. Toll! das ist ja echt nett!

Dasselbe Prozedere wie auf dem Hinweg, nur dass wir dieses Mal heraus gezogen wurden. Kontrolle. Ach du Schreck, was nun? Heiko meinte, ich solle ruhig bleiben, denn schließlich seien ja fast alle Scotchs offen (bis auf zwei oder drei) und damit offensichtlich Eigenbedarf. Er hätte mal gehört, dass das dann kein Problem bei Reisen innerhalb der EU sei. Hoffentlich hat er recht!

Dann waren wir dran, Fenster auf. Der Officer fragte uns, ob wir alles selber gepackt hatten (ja), was wir in GB gemacht haben (Urlaub), wo wir waren (Rundreise in Schottland), ob wir Waffen dabei hätten (nö) oder Drogen (äh, nö). Dann fuhr er mit einem Wischer über das Lenkrad und auch über den Kofferraum und bat uns vorzufahren. Er ging in sein Häuschen und wir wurden offensichtlich durchleuchtet. Jetzt würden sie die ganzen Flaschen im Dachkoffer sehen… *panik*

Der Mann kam wieder raus, grinste über das ganze Gesicht und wünschte uns gute Fahrt nach Deutschland. Ach ja, wir bekamen noch einen Hänger an den Rückspiegel, wo irgendwas von“checked“ drauf stand. Was war das denn??? Offensichtlich nur eine Drogenkontrolle, bei der es nicht um Alkohol ging  ;D

Wen es interessiert: http://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-innerhalb-der-EU/Steuern/Genussmittel/genussmittel_node.html

Wir fuhren auf den Zug und dieses Mal wurden wir in ein höheres Abteil gewunken, da waren auch Busse und Womos.

Dann durchquerten wir einen Zipfel Frankreich, Belgien und die Niederlande – keine weiteren Kontrollen. Klar, die schlafen alle. Deutschland erreichten wir um halb 4 morgens. In Hamm-Rhynern machten wir halt. Pipi-Pause und ein Brötchen bekam ich auch schon. Dann pflegten wir für etwa eine halbe Stunde die Augen, denn Sekundenschlaf ist auch morgens um 5 tödlich. Passend zum Frühstück kamen wir zu Hause an, gingen ins Bett und schliefen ein paar Stunden. Dann packten wir aus und schauten unsere „Beute“ an:

Ach ja, die eine oder andere Flasche/Dose Bier wollte auch unbedingt mit nach Deutschland…

Das war´s. Vielen Dank für eure Begleitung. Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen Urlaub noch einmal Revue passieren zu lassen.

Ach ja: wir sind übrigens knapp 5000km gefahren – damit gehören wir eindeutig zur Vielfahrerfraktion.

 

Dieses Jahr (2018) geht es wieder nach Schottland. Ich hoffe, dass ich etwas mehr wandern werde, damit ich hier im Blog etwas zu berichten habe!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.